Starke Schule beider Basel (SSbB)

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News

  • Mittwoch, Mai 29, 2024

    Studierendenzahlen der Pädagogischen Hochschulen steigen

    In Zeiten des grossen Lehrpersonenmangels sind dies erfreuliche Nachrichten: Mehrere Pädagogische Hochschulen der Schweiz melden, dass im Vergleich zum Vorjahr mehr Personen die Ausbildung zur Lehrperson in Angriff nehmen. Da schlussendlich aber nicht alle im Klassenzimmer stehen und unterrichten, bleibt die Situation in den Schulen nach wie vor angespannt. (ai)

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  • Sonntag, Mai 19, 2024

    Hygienekits an öffentlichen Schulen

    Im September 2021 reichte Landrätin Miriam Locher ein Postulat ein für eine kostenlose und niederschwellige Abgabe von Hygieneartikel an öffentlichen Schulen. Die jetzige Regelung, dass Tampons und Binden nur auf Anfrage bei der Lehrperson oder beim Sekretariat herausgegeben werden, wenn die Produkte überhaupt vorhanden sind, ist ungenügend. (ch)

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  • Samstag, Mai 18, 2024

    Massnahme gegen heisse Klassenzimmer

    Im Sommer kommt es oft vor, dass Klassenzimmer so heiss werden, dass die Schüler/-innen dem Unterricht kaum mehr folgen können. Die Ergebnisse einer Studie im letzten Jahr im Baselbiet sind erschreckend: Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius wurden gemessen. Da eine Klimatisierung in öffentlichen Gebäuden (z.B. Schulhäuser) verboten ist, fordert nun ein Vorstoss von Landrat Jan Kirchmayr, dass anderen Massnahmen ergriffen werden. (ch)

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  • Dienstag, Mai 07, 2024

    Kantonsbeiträge an die Volkshochschule beider Basel

    Die Stiftung Volkshochschule und Senioren Universität beider Basel (VHSBB) präsentiert ein abwechslungsreiches und aktuelles Angebot in den Sparten Natur/Medizin/Psychologie, Gesellschaft/Kultur, Grundbildung, Kreativität/Praxis, Sprachen & Kultur. Sie sorgt dafür, dass es für alle einen offenen Zugang zu anspruchsvoller Allgemeinbildung gibt. Sie wird auch jährlich mit finanzieller Unterstützung der beiden Halbkantonen versorgt. (ch)

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  • Montag, Mai 06, 2024

    Schulweg sicherer machen

    Schulwege sind nicht immer sicher. Dies trifft beispielsweise die Kreuzung Fabrikstrasse-Lettenweg in Allschwil, welche täglich eine hohe Anzahl Schüler/-innen der Primar- und Sekundarschule überqueren müssen. Dies löste nun einen politischen Vorstoss von Landrätin Biljana Graserevic aus, welche die Bildungsdirektion kürzlich beantwortete: Auf die Frage: «Welche Massnahmen wurden bisher getroffen oder sind bereits in Planung?» antwortet die BKSD, dass eine Mittelinsel geplant war, welche aus verkehrsrechtlichen Gründen jedoch nicht realisiert werden kann. (ch)

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  • Sonntag, Mai 05, 2024

    Sparauftrag an der PH FHNW

    Laut Mitteilung des Regierungsrats in der Fragestunde der Landratssitzung vom 11. April liegen die Durchschnittskosten pro Studierende/-r an der Pädagogischen Hochschule der FHNW leicht über den Vorgaben der Leistungsauftrages. Aus diesem Grund liegen nun mehrere Sparaufträge vor. (ch)

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27.01.2023

Im Wahlkreis Allschwil Werner Hotz (EVP) in den Landrat wählen

Am 12. Februar wählen die Stimmberechtigten das Baselbieter Parlament neu. Auf der Liste 4 kandidiert im Wahlkreis Allschwil Werner Hotz, Mitglied der Starken Schule beider Basel (SSbB). Gerne möchten wir Ihnen empfehlen, Werner Hotz (EVP) erneut in den Landrat zu wählen.

Werner Hotz ist Jurist, arbeitet bei einer grossen Versicherungsgesellschaft und ist seit Juli 2016 Landrat. Die SSbB führte mit ihm das folgende interessante Interview zu den Themen Integration, Lehrpersonenmangel, Einzelfächer und Qualitätsverlust an den Schulen.

Die Kritik an der integrativen Beschulung von stark verhaltensauffälligen Schüler/-innen wächst. Die überwiegende Mehrheit der Lehrpersonen der Primar- und Sekundarstufe 1 beachten das heutige Modell der Integration als starke Belastung. In Basel-Stadt hat die freiwillige Schulsynode eine Initiative eingereicht und in mehreren Kantonen sind Vorstösse zu diesem Thema hängig. Wann sollten Schüler/-innen integrativ, wann separativ beschult werden?

Grundsätzlich kann nur eine ganz geringe Anzahl Schüler/-innen (1 bis maximal 2) pro Klasse integrativ eingeschult werden. Je nach «Diagnose» oder Wesen des Schülers resp. der Schülerin ist dieses Mass sehr schnell erreicht bzw. überschritten. Das heisst: Die anderen Lernenden in der Klasse sowie die Lehrpersonen haben einen Anspruch auf angemessene Unterstützung bzw. Wahrnehmung in diesem Klassenverband.

Anita Biedert hat gestern Donnerstag einen Vorstoss eingereicht, in welchem Sie die Einführung von sogenannten Förderklassen für Schüler/-innen fordert, die dauernd stören und versuchte Massnahmen unwirksam blieben. Wie beurteilst du diesen Vortoss? (siehe hier)

Ich habe Verständnis für den Vorstoss Biedert und finde, die BKSD soll das Anliegen eingehend prüfen und dem Landrat berichten.

Bedeutet eine Reduzierung der integrativen Schule eine Erhöhung der Attraktivität des Lehrberufs? Kann so dem Lehrpersonenmangel begegnet werden?

Lehrpersonen, welche in diesen Situationen optimale Unterstützung erfahren, laufen weniger Gefahr, in ein «Burnout» zu geraten. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Reduktion der Anzahl integrativer Beschulungen den Lehrerberuf attraktiver macht. Dem Lehrpersonenmangel muss aber bereits an der FHNW begegnet werden, indem die Ausbildung deutlich praxisbezogener wird. Dies gibt den jungen Lehrpersonen mehr Sicherheit, gerade in ihrer schwierigen Startphase.

Im Kanton Baselland haben die Stimmbürger/-innen die Einführung der Sammelfächer «Natur und Technik», «Räume, Zeiten, Gesellschaft» abgelehnt und sich für die Beibehaltung der Einzelfächer Biologie, Geschichte, Physik, Geografie, Chemie ausgesprochen. Welche Vorteile haben die Einzelfächer gegenüber den Sammelfächern im Kontext mit den zahlreichen Chemie- und Pharmafirmen in der Nordwestschweiz?

Ich bin ein klarer Befürworter der Einzelfächer. Ich vermute, dass die Einzelfächer von den diversen Pharma- und Chemiefirmen begrüsst werden. Detailliert kann ich mich dazu nicht äussern, dies wäre Spekulation.

Aussagekräftige Umfragen bei Lehrpersonen mit langjähriger Berufserfahrung haben ergeben, dass die bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit vor 20 Jahren erreichten Lernziele heute nicht mehr erreicht werden können. Dies betrifft insbesondere Deutsch und Mathematik. Heute können die Jugendlichen wesentlich weniger gut lesen, schreiben und rechnen. Was können die Ursachen für diesen Leistungsabbau sein?

Fakt ist in meiner Wahrnehmung, dass die Jugendlichen (leider) generell viel weniger lesen, schon gar nicht längere Texte oder gar Bücher. Die Kinder sind schlechter im Rechnen, Lesen und Schreiben, dafür sehr stark im Umgang mit technischen Geräten. Was hilft in der Arbeitswelt und privat mehr? Das ist wohl sehr individuell.

Was sagst du zur Aussage von Pädagoginnen und Pädagogen, dass die zunehmende Heterogenität in den Klassen eine wesentlich Ursache des Bildungsabbaus ist?

Die Heterogenität ist wohl eine Tatsache, mit der wir leben müssen und die sich in den nächsten Jahren wohl noch verschärfen wird. Sowohl Lehrpersonen wie auch Schüler/-innen brauchen Unterstützung in Situationen, in welchen der einheitliche Unterricht gefährdet ist, beispielsweise bei Individualzielen und Betreuung.

Überdurchschnittlich viele Firmen klagen über einen Fachkräftemangel. Sie haben Mühe, qualifizierte Arbeiter/-innen zu finden. Wie kann diesem Fachkräftemangel begegnet werden?

Im Vordergrund stehen Lehrpersonen und die Pflegeberufe, aber auch diverse Polizeikorps haben Schwierigkeiten, genügend Personal zu finden. Gute Arbeitsbedingungen betreffend Lohn und Arbeitszeit, mehr Wertschätzung, mehr Schutz und Unterstützung im Arbeitsalltag sind wichtige Faktoren, um die Attraktivität zu erhöhen. Braucht es nach der Pflegeinitiative auch die Lehrpersonen-Initiative?

Was wäre die Forderung der Lehrpersonen-Initiative? Kannst du dies den Leser/-innen erläutern?

Damit meine ich analog zur angenommenen Pflegeinitiative eine eidgenössische Initiative, welche das Thema Ausbildung und Förderung für Lehrpersonen breit abgestützt angeht. Das Thema bzw. der Mangel an Fachkräften betrifft nämlich genau wie im Pflegebereich sämtliche Kantone der Schweiz. Damit könnte koordiniert der Startschuss für einen Fächer von geeigneten Massnahmen gegeben werden. Bildung ist definitiv der wichtigste Rohstoff der Schweiz, daher müssen auch genügend bzw. mehr finanzielle Mittel dafür bereitgestellt werden. 

Im vergangenen Jahr wurde die Starke Schule beider Basel (SSbB) 10 Jahre alt. Was hat die SSbB gut gemacht und was war weniger gut?

Ich empfinde die SSbB als Bereicherung in der Schullandschaft, welche regelmässig wichtige Themen aufgreift, lanciert und positiv mitgestaltet. Gerade im Hinblick auf die Einführung der neuen Führungsstrukturen erwarte ich von der SSbB eine wachsame und kritische Haltung und Sicht auf die kommenden Neuerungen, damit Fehlentwicklungen frühzeitig geltend gemacht werden können.