Starke Schule beider Basel

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News

  • Dienstag, Mai 16, 2017

    Abstimmung in Zürich

    In Zürich wird am 21.5.2017 darüber abgestimmt, ob es künftig auf der Primarstufe nur noch eine Fremdsprache geben soll.

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  • Dienstag, Mai 09, 2017

    Frühfranzösisch

    Der Grosse Rat hat in Thurgau für die Abschaffung des Frühfranzösisch gestimmt. Weiterhin wurde die Fremdspracheninitiative in Graubünden für gültig erklärt.

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  • Donnerstag, Mai 04, 2017

    Passepartout-Initiativen sind rechtsgültig

    Der Landrat hat heute die beiden Initiativen "Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt." und "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt." einstimmig für rechtsgültig erklärt.

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  • Samstag, April 15, 2017

    Thurgau strebt den Verzicht von zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe an

    Im Kanton Thurgau hat die vorberatende Bildungskommission des Kantonsparlamentes sich für die Abschaffung von Französisch an der Primarschulen ausgesprochen.

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  • Freitag, April 07, 2017

    Stellungnahme zur Vernehmlassung des Bildungsrates

    Die Starke Schule lehnt die vorgeschlagene Stundentafel ab und befürwortet die Weiterführung des Übergangslehrplans um zwei weitere Jahre.

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  • Dienstag, März 14, 2017

    Verlosung: Zwei Eintrittskarten zur Baselworld 2017

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  • Mittwoch, Februar 15, 2017

    Zusammenarbeit beendet

    Der Vorstand der Starken Schule beider Basel und Herr René Roca haben gestern Abend entschieden, ihre Zusammenarbeit per sofort zu beenden. René Roca war seit Ende Januar 2017 für die Starke Schule in Basel-Stadt aktiv.

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Abstimmung verloren - zwei wichtige Teilerfolge erzielt

Die Starke Schule beider Basel bedauert die Ablehnung der Initiative "Ja zu fachlich kompetent ausgebildeten Lehrpersonen" durch die Stimmbürger/-innen, akzeptiert den Volksentscheid aber selbstverständlich. Damit setzt der Kanton Baselland weiterhin sowohl auf den fünfjährigen konsekutiven als auch den vierjährigen integrativen Ausbildungsweg für die angehenden Lehrpersonen der Sekundarstufe I.

Erfreulicherweise konnte die Starke Schule mit dieser Initiative trotz der heutigen Ablehnung zwei wichtige und massgebende Teilerfolge erzielen:

  • Mit dem Landratsbeschluss zur nichtformulierten Volksinitiative "Ja zu fachlich kompetent ausgebildeten Lehrspersonen" (gemäss Kommissionsfassung) hat die Bildungsdirektion vom Landrat 75 : 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen den Auftrag erhalten, "die Ungleichbehandlung beim Lohn zwischen konsekutiv und integrativ ausgebildeten Lehrpersonen der Sekundarstufe I baldmöglichst aufzuheben." Die Starke Schule nimmt positiv zur Kenntnis, dass die Bildungsdirektorin bereit ist, dieses wichtige Anliegen umzusetzen. Heute ist stossend, dass Lehrpersonen, welche mit dem aufwändigeren konsekutiven Ausbildungsweg in eine schlechtere Lohnklasse eingeteilt werden als diejenigen Lehrpersonen, welche die integrative Ausbildung absolvieren. Dies führt dazu, dass die überwiegende Mehrheit der angehenden Lehrpersonen den einfacheren, integrativen Ausbildungsweg bestreitet. Die Behebung dieser Ungleichbehandlung ist eine der Kernforderungen der Starken Schule. Wir freuen uns über diesen wichtigen Teilerfolg.
     
  • Ebenfalls erfreulich ist der breite Konsens und das Eingeständnis vieler Gegner/-innen unserer Initiative, dass die Quantität der Fachausbildung an der Pädagogischen Hochschule kaum ausreicht, um im leistungsstarken progymnasialen Niveau P der Sekundarschulen mit ausreichender fachlicher Qualität unterrichten zu können. Bemerkenswert ist insbesondere die in der Politik aufgekommene Einsicht, dass Lehrpersonen mit dem integrativen Ausbildungsweg für den Unterricht im leistungsschwächeren A-Niveau besser geeignet sind, während hingegen Lehrpersonen mit einer universitären Fachausbildung für den Unterricht im leistungsstärkeren P-Niveau besser qualifiziert sind. Der damalige Entscheid der Bildungsdirektion unter der Ära von alt RR Urs Wüthrich - alle Sekundarlehrpersonen sollten Klassen aller drei Leistungsniveaus A, E und P unterrichten - wird damit zunehmend hinterfragt. Die Starke Schule wird mit ihren beiden Vorstandsmitgliedern im Landrat entsprechende Vorstösse prüfen, welche eine Differenzierung vorsehen, um Ausbildung der angehenden Lehrpersonen und Unterricht im Leistungsniveau besser in Einklang zu bringen.
     

Lehrplan 21 - eine Bildungsbremse

René Steiner (EVP) erklärt, warum der kompetenzorientierte Lehrplan 21 eine Bildungsbremse ist und zu einem Bildungsabbau führt:



 

Erziehungsdepartement Basel-Stadt streut den Eltern Sand in die Augen

Ende März veröffentlichte die Volksschulleitung des Erziehungsdepartementes (ED) Basel-Stadt einen Newsletter mit dem Titel "Elternbrief Volksschule Basel-Stadt", u.a. mit den beiden Artikeln "Keine Angst vor Fremdsprachen" und "So können Sie Ihr Kind unterstützen". Der Newsletter enthält zahlreiche manipulativ verfasste Passagen. Darin versucht das ED krampfhaft den Eltern die neue Fremdsprachendidaktik und die entsprechenden Lehrmittel als etwas Positives und Nützliches zu verkaufen. Gleichzeitig wird die gleichwohl erfolgreiche "alte" Didaktik schlechtgemacht. Das ED verstrickt sich dabei selbst mehrfach in Widersprüche.

Zusammengefasst ein kläglicher Versuch einer Durchhalteparole für ein gescheitertes Experiment auf Kosten der Schulkinder. Lesen Sie hier unsere Analyse und Stellungnahme dazu.
 

Leistungschecks kommen immer stärker unter Druck

Seit Kurzem müssen die Primarschüler/-innen in der dritten und sechsten Klasse sowie die Sekundarschüler/-innen im achten und neunten Schuljahr sogenannte standardisierte Leistungschecks in den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch und Naturwissenschaften absolvieren. Diese von den vier Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn und Aargau gemeinsam entwickelten Prüfungen, welche von den Schüler/-innen mehrheitlich am Computer geschrieben werden, kommen immer stärker unter Druck:

Die Lehrpersonen des Kantons Basel-Stadt lehnen diese teuren Leistungschecks in der überwiegenden Mehrheit als "förderdiagnostisch untaugbar" ab. An ihrer Schulsysnode vom 22. März 2017 verabschiedeten rund 3'000 anwesende Pädagog/-innen eine Resolution an die Basler Regierung, in welcher sie die Abschaffung dieser Tests fordern.

Auch der Landrat wird sich mit diesem Thema beschäftigen. Landrat Jürg Wiedemann (Grüne-Unabhängige) reichte am 14. Dezember 2016 den Vorstoss "Standardisierte Leistungschecks aus finanziellen und pädagogischen Gründen überprüfen".
 

Leserbrief von Felix Schmutz, erschienen in der bz vom 10.03.2017 als Reaktion auf den Leserbrief  "Lehrerverein floppt mit Französischumfrage"

Untaugliche Lehrmittel und Unterrichtskonzepte

Urs Tester spricht den Sekundarlehrpersonen in seinem Leserbrief die Fähigkeit und die Berechtigung ab, die Französischkentnisse der Primarschulkinder nach vier Jahren Unterricht zu beurteilen. Dabei verkennt er die Tatasche, dass es die Lehrkräfte der Sekundarschule sind, welche die Verantwortung dafür tragen, dass die Jugendlichen in nur drei Jahren fit werden für Berufslehren, Diplomschulen und Gymnasien. Dort ist aber die Spiel- und Bastelzeit endgütlig vorbei: Nix verstehen, nix sagen und nix schreiben können, das geht nicht mehr. Nicht Scheinlernziele, sondern tatsächliches Wissen und Können werden dort vorausgesetzt. Falsch ist auch Testers Ansatz zu glauben, die Sekundarlehrpersonen würden den Kolleginnen und Kollegen der Primarschule Vorwürfe machen. Vielmehr haben die ausgebildeten Fachlehrkräfte der Sekundarschule längst erkannt, dass die Schuld an der Misere bei den untauglichen Lehrmitteln und Unterrichtskonzepten zu suchen ist und nicht bei den Personen, welche diese in besten Treuen umzusetzen versuchen. Oder anders gesagt: Mit einer Papierschere kann auch der eifrigste Handwerker keine Eisenstange durchschneiden.


Weitere Leserbriefe und Zeitungsartikel finden Sie hier.