Starke Schule beider Basel (SSbB)

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News

  • Donnerstag, Oktober 14, 2021

    Kein Zertifikat aus dem «Breiten Testen Baselland»

    Seit Kurzem dürfen die Kantone frei entscheiden, ob sie ein Zertifikat im Zusammenhang mit dem Breiten Testen anbieten wollen. Dafür müssen aber zwei Bedingungen erfüllt sein: Die Tests müssen unter Aufsicht einer Fachperson durchgeführt werden und die Personaldaten der Testperson vollständig erfasst sowie eindeutig zugeordnet werden können. Weil das das «Breite Testen Baselland» völlig anonymisiert umgesetzt wird und keinerlei Kontaktdaten registriert werden, kann zurzeit kein Zertifikat aus dem Pool-Testen erstellt werden. (lb)

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  • Dienstag, Oktober 12, 2021

    Räteromanisch als neues Schulfach

    Ab 2023 soll die Sprache «Räteromanisch» als Schulfach unterrichtet werden. Zurzeit läuft im Kanton Graubünden ein Pilotversuch dazu. Dieses schweizweite Projekt wird im Fernunterricht angeboten, so dass Kosten gespart werden können und alle Schüler/-innen Zugang zu diesem neuen Wahlfach haben. (lh)

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  • Samstag, Oktober 09, 2021

    Uni Basel mit leicht mehr Studierenden

    Die Studierendenzahlen der Universität Basel sind über mehrere Jahre stabil geblieben. Das von den Trägern und dem Universitätsrat beschlossene Wachstumsprojekt «Midi» machte dieselben Prognosen. Rund 13'139 Studierende zählte die Uni Basel im Herbstsemester 2020. Das sind 328 Studierende mehr, als im Herbstsemester des Vorjahres. Aufgrund der COVID-19 Pandemie rechnet man mit einer längeren Studiendauer. (lb)

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  • Mittwoch, Oktober 06, 2021

    Universität Basel mit finanziell gutem Ergebnis

    Im Rechnungsjahr 2020 macht die Universität Basel ein Plus von 0.2 Millionen Franken. Der Aufwand nimmt im Vergleich zu 2019 um 8.7 Millionen ab, während der Ertrag ebenfalls um 8.6 Millionen sank. Ein deutlich höherer Anteil der Ausgaben werden durch Einnahmen von Dritten finanziert und nicht von den beiden Trägerkantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. An das herausragende Jahr 2019 kann der Finanz Erfolg im 2020 jedoch nicht anschliessen. (lb)

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  • Dienstag, Oktober 05, 2021

    Kein Klassenlager ohne Test

    Das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat nach mehreren abgebrochenen Lagern aufgrund von positiv getesteten Personen eine Testpflicht für alle Schüler/-innen und Begleitpersonen eingeführt. Schüler/-innen, welche sich nicht testen lassen wollen, dürfen am Lager nicht teilnehmen. Sie besuchen stattdessen den Unterricht in einer anderen Klasse. (lh)

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Einseitige Begabung wird nicht berücksichtigt

Die von der Starken Schule beider Basel vorgeschlagenen Kategorien (Phil 1, Phil 2 und übrige Fächer) berücksichtigen einseitig begabte Kinder zu wenig. Nicht selten kommt es vor, dass Kinder beispielsweise besonders stark in Mathematik sind, während sie grosse Schwierigkeiten in Sprachfächern haben. Für manche Kinder kann es also eine grosse Hürde sein, ein Sprachfach mit einem anderen Sprachfach ausreichend zu kompensieren. Wünscht man also ein System, in welchem nicht mehr alle Fächer zur Kompensation herbeigezogen werden können, so müssten andere Kategorien gebildet werden. Auf der Hand läge zum Beispiel eine Einteilung in Haupt- Neben- und Wahlpflichtfächer. So könnte beispielsweise Mathematik nach wie vor herbeigezogen werden, um Deutsch, Französisch oder Englisch zu kompensieren, nicht aber Geschichte, Geographie oder Handarbeit. Mit einer solchen Einteilung würden die von der Starken Schule beider Basel kritisierten Mängel des bisherigen Systems behoben werden, ohne aber dessen Stärke zu mindern: die Aufwertung der Wahlpflichtfächer. Diese würden ihr Gewicht nämlich behalten, da sie nicht mit vielen Fächern kompensiert werden könnten.

Darüber hinaus ist ein ähnliches System bereits bekannt und in Kraft, nämlich bei der Berechnung der Punkte für die weiterführenden Schulen, bei welcher Hauptfächer doppeltes Gewicht haben.

Philip Qualye

 

Abschaffung der Querkompensationen

Im heutigen Promotionssystem der Sek I. zählen alle Fächer gleichermassen. Wer beispielsweise in den Fächern Mathematik oder Englisch ungenügend ist, kann diese mit Musik oder Sport kompensieren. Umgekehrt kann jemand, der in Deutsch und Biologie stark ist, im bildnerischen Gestalten theoretisch eine ruhige Kugel schieben.

Es braucht ein Promotionssystem, in welchem solche Querkompensationen nicht mehr möglich sind. Wer eine ungenügende Note in Biologie hat, sollte diese mit anderen Fächern der Phil. 2 kompensieren. Hat man im Deutsch eine gute Note, zählt diese somit nur für den Schnitt der Phil. 1 Fächer, nicht aber die Biologienote.

Auch wenn man für eine handwerkliche Lehre nicht zwangsläufig über den Prozess der Photosynthese Bescheid wissen muss, sind grundsätzliche Kenntnisse in den Fächern der Phil. 1 und Phil. 2 unabdingbar. Unter dem Strich wird man sich, egal in welchem Berufsfeld, öfter mit dem Beantworten einer englischen E-Mail oder dem Zusammenzählen von Massangaben auseinandersetzen als mit Rhythmusanalysen von Musikstücken oder dem Basteln von kreativen Schlüsselanhängern.

Zweifelsohne sind die musischen und kreativen Fächer der Phil. 3 essentiell für die ganzheitliche Bildung, aber wenn jemand, der in den Fächern der Phil. 1 und Phil 2 knapp ist, die Promotion nur dank den Fächern der Phil. 3 schafft, entwickelt sich der Ansatz der ganzheitlichen Bildung in eine gefährliche Richtung.

Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir den Schülerinnen und Schülern einen Gefallen erweisen, wenn wir ihnen vermitteln, dass sie die geforderten Gesamtleistungen erbrächten, wenn sie diese Beurteilung eigentlich nur aufgrund der Fächer der Phil. 3 geschafft haben.

(Autor der Redaktion bekannt)