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Zwei neue kantonale Volksinitiativen in Baselland
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Entstehung und Geschichte der Starken Schule beider Basel (SSbB)
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Die Stimme der anderen

Die Antworten von Frau Bourgeois im Interview mit ihr sind vernünftig, überzeugend und überhaupt nicht extrem (NZZ vom 11.5.2026). Sie legt ihre Positionen betreffend Förderklassen gut verständlich und sachlich dar, sodass sich Nachfragen oder Nachdoppeln erübrigt. Ich erlaube mir hingegen noch drei Anmerkungen.

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Die Überprüfung der Grundkompetenzen 2024 zementiert Vorurteile

Am 21. Mai wurden die Resultate der neusten Überprüfung der Grundkompetenzen des Jahres 2024 medial vorgestellt. Getestet wurden die Leistungen in Schulsprache und Mathematik der Primarschüler(innen) der zweiten Klasse. Die Stichprobengrösse umfasste 93’883 Kinder an 1’153 Schulen. Das Resultat: Schweizweit erreichten 87% die Grundkompetenzen im Hören, 79% diejenigen im Lesen und 76% diejenigen in Mathematik. Für den EDK-Präsidenten Darbellay ein Grund zur Freude.[1]

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Je höher die Schulstufe, desto älter sind die Baselbieter Lehrpersonen

Im Kanton Baselland sind 5’512 Lehrpersonen beschäftigt (Stichtag: 1. August 2025), die sich auf 3’671 Vollzeitstellen aufteilen. Der Anteil männlicher Lehrpersonen liegt bei ca. einem Viertel. Auffällig sind die Altersunterschiede einerseits auf derselben Schulstufe und andererseits zwischen den verschiedenen Schulstufen (Primar, Sek. 1 und Sek. 2). Je höher die Schulstufe ist, desto älter sind die Pädagoginnen und Pädagogen. Auf der Primarstufe liegt das Durchschnittsalter bei 42 Jahren, auf der Sekundarstufe II hingegen bei fast 47 Jahren.

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Schweizer Universitäten sind gezwungen zu sparen

Im Rahmen des Entlastungspakets 2027 des Bundes müssen die kantonalen Universitäten in der Schweiz jährlich rund 260 Millionen Franken sparen. Viele Studierende fürchten sich deshalb vor steigenden Semestergebühren. Der Bund hat rund 57 Massnahmen definiert, um über drei Jahre circa 5.3 Milliarden Franken zu sparen und so den Bundeshaushalt zu stabilisieren. Gleichzeitig wird mehr Geld in die AHV und das Militär investiert.

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Einführung einer Gymiprüfung in Baselland

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) befürwortet beim Übertritt von der Sekundarschule ans Gymnasium eine Kombination aus Zeugnisnoten und obligatorischer kantonaler Gymiprüfung. Eine Abschaffung der Gymiprüfung und einen Wechsel auf Zeugnisse mit Prädikaten, so wie es in Zürich gefordert wird, lehnt die SSbB ab.

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Wie Schulleitungen unliebsame Lehrpersonen loswerden

Schulleitungen dürfen Lehrpersonen von Gesetzes wegen nicht ohne Weiteres entlassen. Wenn keine ungenügende Arbeitsleistung geltend gemacht werden kann, wird dennoch immer wieder nach Wegen gesucht, um das Arbeitsverhältnis einer missliebigen Lehrperson aufzulösen. Gemäss Schilderungen mehrerer Betroffener geschieht dies weil die Chemie nicht stimmt oder die Lehrperson Schulleitungsentscheide kritisch hinterfragt.

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Rohrstockhiebe an singapurischen Schulen

Ab 2027 sollen in Singapur flächendeckend wieder körperliche Strafen in Form von Rohrstockhieben an Schulen eingeführt werden. Schmerzen sollen dort helfen, wo Gespräche und Prävention versagt haben. Die Regierung sieht darin ein Mittel gegen Mobbing und Gewalt – international wird der Entscheid scharf kritisiert.

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Die Rückkehr der Kreidezeit

Eine Allianz von Fachleuten will eine Debatte über wirksamen Unterricht, Lesenlernen und Bildungsqualität anstossen. Die Reaktion darauf zeigt allerdings vor allem eines: Wer heute systematisches Lernen verteidigt, gerät erstaunlich schnell unter Restaurationsverdacht. Das verrät viel über die heutige Diskurskultur.

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Umgang mit pornografischen Inhalten auf Schulgeräten

Ende April stiessen zahlreiche Kinder an einer Basler Primarschule bei der Internetrecherche mit ihren Schul-Tablets auf pornografische Inhalte. Normalerweise können solche Inhalte durch einen Filter nicht auf die Geräte der Schüler/-innen gelangen. Jedoch gab es an der Schule ein technisches Problem, welches zur Folge hatte, dass die Inhaltsfilter rund eineinhalb Tage nicht im Einsatz waren. Dies ist zwar ein Einzelfall, dennoch ist es angesichts der gängigen und frühen Nutzung digitaler Geräte wichtig, bereits im jungen Alter über den Umgang mit pornografischen Inhalten aufzuklären, zumal ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist.

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Rahmenbedingungen aus Sicht der Schulleitungen

Jedes Kind hat nur eine Bildungsbiographie. Darum hat jedes Kind das Recht auf einen Unterricht, der wirklich wirkt, hier und jetzt. Doch im Schulalltag sehen wir Entwicklungen, die genau das zunehmend erschweren.

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Klarheit über die «Rünenberger Gemeindeinitiative»

Im Beitrag vom 6. Mai 2026 habe ich die Initiative wegen des Verbots, Klassenkassen zu führen, als mögliches «Heilmittel» ins Spiel gebracht. Im Lead des Beitrags stand, dass sie die Kündigung des Universitätsvertrags bis Ende 2027 verlangt. Diese Information ist richtig, aber für ein volles Verständnis des Begehrens genügt sie bei Weitem nicht.

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Psychologische und gesellschaftliche Entwicklungen im Schulkontext

In der Schule geht es wesentlich um Menschenführung. Schülerinnen und Schüler müssen für Lerninhalte gewonnen, ihre Interessen geweckt und ihre Motivation gestärkt werden. Dies gelingt eher, wenn Fantasien, Emotionen und innere Bilder angesprochen werden. Der Kompetenzerwerb hängt stark von inneren Befindlichkeiten ab – nicht allein von der Qualität der Instruktion. Schulen sind daher keine reinen Lernlaboratorien, sondern Imaginationsräume. Diese entstehen durch Bilder, Geschichten und Symbole – an Wänden und in Korridoren ebenso wie in freien Gestaltungsräumen. Geschichten und narrative Zugänge geben dem Lernen Sinn und Tiefe.

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Bildungspolitische Vorstösse im Landrat eingereicht

An der letzten Landratssitzung wurden zahlreiche Vorstösse zu bildungspolitischen Themen eingereicht. Die Bandbreite der Themen ist gross und reicht vom Fremdsprachenunterricht über Klassengrösse bis zu Sonderschulungen und ÖV-Tickets. Die Vorstösse zeigen, dass das Bildungssystem im Kanton Basel-Landschaft vor vielfältigen Herausforderungen steht. Gleichzeitig wird sichtbar, dass in zentralen Bereichen Änderungsbedarf besteht, um den heutigen Anforderungen an ein gutes Bildungssystem an unseren Volksschulen gerecht zu werden.

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Das Versagen der Integrativen Schule

An der Medienkonferenz von «Wendepunkt Bildung» hält Roland Stark ein Referat zum Thema Integrative Schule und deren Versagen.

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Schlechte Noten für den Kanton Basel-Landschaft als Arbeitgeber

Der Kanton Basel-Landschaft schneidet auf KUNUNU, einer der bedeutendsten Arbeitgeberbewertungsplattformen im deutschsprachigen Raum, ausgesprochen schlecht ab. Vor allem Angestellte im Bildungsbereich bemängeln an ihren Schulen ein schlechtes Arbeitsklima, das durch autoritäre Führungsstile, Machtmissbrauch und Einschüchterung geprägt sei. Auch die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat seit August 2024 vermehrt Anfragen von Lehrpersonen, die sich durch ihre Schulleitungen ungerecht behandelt fühlen.

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Sind Gemeinde- und Kantonsfinanzen wirklich unabhängig voneinander?

Die beiden Basler Halbkantone zahlen pro Studierenden 70’000 Franken an die Universität Basel, während sich die übrigen Kantone nur mit jeweils 15’000 Franken beteiligen müssen. Die elf Baselbieter Gemeinden Bennwil, Diegten, Diepflingen, Eptingen, Hersberg, Lampenberg, Oltingen, Rümlingen, Rünenberg, Wenslingen und Zunzgen forderten Mitte 2025 mithilfe einer Gemeindeinitiative die Kündigung der Uni-Trägerschaftmit Basel-Stadt bis Ende 2027. Der angestrebte, neue interkantonale Univertrag soll einen finanziell gerechteren Ausgleich erzielen. Dieses Geld wäre wichtig für die Volksschulen, denn an diesen wird immer mehr gespart.

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Miteinander sprechen statt scrollen

Smartphones & Co. sind aus dem (Schul)alltag nicht mehr wegzudenken. Doch ihre permanente Nutzung bringt Herausforderungen mit sich: Ablenkung, Reizüberflutung und weniger persönlicher Austausch. Die Junge Mitte Basel-Landschaft will das ändern. Mit ihrer Initiative «Handyverbot an Schulen» setzt sie sich für bessere Lernbedingungen und echte soziale Interaktion ein. Ziel ist eine Schule, die wieder stärker als Lern-, Erholungs- und Sozialraum funktioniert.

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Philipp Loretz: Sicht der Lehrerschaft

An der Medienkonferenz zum Fremdsprachenkonzept, zur Ausbildung der Lehrpersonen und zur integrative Schule hat sich eine parteiübergreifende Gruppe aus Politikern und Politikerinnen sowie Bildungsexperten und Bildungsexpertinnen geäussert. Folgend finden Sie das lesenswerte Statement von Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Baselland, welcher auf sieben zentrale Themen eingeht.

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Das Verschwinden der Lehrer – ein Stück in vier Akten

Lehrerinnen verkörpern die Sache. Sie stehen für die Inhalte ein. Es ist ihre Aufgabe, Kultur und Tradition weiterzugeben, damit Neues entstehen kann. Dies erfordert neben dem Wissen vor allem pädagogische sowie methodisch-didaktische Fähigkeiten. Lehrer können grosse Vorbilder sein oder das Gegenteil. Sie können ermutigen oder entmutigen, ernst genommen oder lächerlich gemacht werden. Als Gegenüber im pädagogischen Kontext spielen sie immer eine Rolle, doch diese ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der Bühne gedrängt worden.

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Zwischen Schönreden und Schwarzmalen gibt es einen dritten Weg: hinschauen – benennen – handeln

Die Befunde beunruhigen: Die Lernleistungen sinken – besonders im Lesen. Doch die Bildungspolitik reagiert darauf oft mit neuen Programmen – statt mit wirksamerem Unterricht. Unsere Überzeugung ist klar: Nicht, was gut gemeint ist, zählt – sondern das, was wirkt. Das Entscheidende an Reformen ist ihre Wirkung aufs Lernen. Doch viele Reformen verändern Strukturen – verbessern das Lernen aber kaum.

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Der Anfang vom Ende des Frühfranzösisch

Ein juristisches Gutachten im Auftrag des Lehrernetzwerks Schweiz kommt zum Schluss: Der Bund hat sich aus der Frage «Frühfranzösisch an den Primarschulen» herauszuhalten. Ein Eingriff in die Bildungshoheit der Kantone wäre unverhältnismässig und reine Symbolpolitik ohne Rücksicht auf das Kindeswohl.

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