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News

  • Samstag, Juni 22, 2019

    Missstände der Bildungslandschaft

    Die Ergebnisse des interkantonalen Bildungsvergleichs zeigen deutlich, dass in der Bildungslandschaft der Kantone Baselland und Basel-Stadt Verbesserungsmassnahmen zu ergreifen sind. In einem Gastkommentar zeigt André Vanoncini die aktuellen Problematiken und mögliche Lösungsansätze auf, um die ungünstige Entwicklung des Bildungsbereiches in eine bessere Richtung zu lenken.

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  • Mittwoch, Juni 12, 2019

    Solothurn hat beschränkte Lehrmittelfreiheit

    Bereits seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es im Kanton Solothurn eine beschränkte Lehrmittelfreiheit. Aus einem Vertragskatalog können die Lehrpersonen in fast allen Fächern ihre Lehrbücher aus einer Liste selbst auswählen - bis auf Französisch und Englisch.

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Zu wahr um schön zu sein

    
 

Leserbrief

Verwirrende Testergebnisse und offene Fragen

Bis jetzt waren die Schweizer Bildungsfachleute stolz auf das gute Abschneiden unserer Jugend bei den PISA-Tests im Bereich Mathematik. Und nun das: Die nationalen Erhebungen zeigen, dass bei den Grundanforderungen nur sechs von zehn Schülern die minimalen Bildungsziele erreichen. Die Erziehungsdirektorenkonferenz ist ziemlich ratlos über das unerwartete Resultat und versucht mit diversen Begründungen das Debakel klein zu reden. All die gewundenen Erklärungsversuche überzeugen jedoch nicht. Insbesondere das Argument, dass in den meisten Kantonen in der Mathematik zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht nach dem Kompetenzmodell des neuen Lehrplans unterrichtet wurde, steht auf wackeligen Beinen.

So sticht für den Kanton Zürich, der leicht unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, dieser vermeintliche Trumpf überhaupt nicht. Hier (und in allen Kantonen, die dasselbe Lehrmittel verwenden) wurden die Mathematiklehrmittel schon im Voraus auf die Bildungsziele und die methodischen Leitlinien des neuen Lehrplans ausgerichtet. Obwohl erfahrene Lehrpersonen immer wieder gewarnt haben, die Überfülle an Bildungszielen und der Verzicht auf gründliches Üben würde sich bei schwächeren Schülern negativ auswirken, nahm man die Kritik nicht ernst. Jetzt ist die Quittung da, und sie schmerzt empfindlich.

Ein weiterer Versuch zu beschwichtigen bestand im Hinweis, dass nicht in allen Kantonen gleich viele Mathematikstunden auf dem Stundenplan stehen. Doch erstens wusste man dies schon vor dem Test und zweitens gab es Kantone mit weniger Mathematikunterricht, die trotzdem besser abschnitten. Immerhin scheint die EDK auch Erfreuliches berichten zu können. Die Leistungen in Deutsch sind besser als erwartet. Doch Vorsicht, denn was im Deutsch geprüft wurde, deckt nur einen kleinen Teil der sprachlichen Kompetenzen ab. Wir wissen nicht, wieweit unsere Schüler imstande sind, sich über ein gewähltes Thema in schriftlicher Form verständlich auszudrücken. Dies zu prüfen, wäre sicher eine Herkulesaufgabe, aber es brächte mehr Licht ins Dunkel. Doch diese Herausforderung überstieg offensichtlich die vorhandenen Mittel.

Vorsicht geboten ist auch bei der Beurteilung der sprachlichen Kompetenzen in der ersten Fremdsprache. Lese- und Hörverstehen wurden eingehend geprüft, aber ausgerechnet in den heiklen Bereichen Sprechen und Schreiben liegen keine Testergebnisse vor. Wie die seriösen Untersuchungen der Zentralschweizer Bildungsdirektorenkonferenz aber zeigen, liegen genau da die Schwachstellen beim frühen Sprachenlernen. Die gesamten Testergebnisse geben wenig klare Antworten. Doch es gilt, die Ursachen für den Misserfolg aufzudecken. Es ist von grösster Bedeutung, dass die Resultate von Forschern sorgfältig und kritisch analysiert und kommentiert werden. Wir alle haben ein Recht zu wissen, was in unserer Schule nicht rund läuft.

Urs Kalberer und Hanspeter Amstutz

 

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Januar 08, 2019

Mehr Austauschprogramme in der Schweiz

Nur zwei Prozent aller Schulkinder machen in ihrer Schulkarriere zwischen der ersten und der zwölften Klasse einen nationalen oder internationalen Sprachaustausch. Das will die nationalrätliche Bildungskommission nun ändern.

Der nationale Sprachaustausch während der Schulzeit soll mehr gefördert werden. So lautet das Ziel der nationalen Bildungskommission. Schüleraustauschprogramme in anderssprachige Gebiete der Schweiz fördern nicht nur den Zusammenhalt, sondern sind auch für den Fremdsprachenerwerb sehr nützlich, da man eine Fremdsprache bekanntlich besser lernt, wenn man sich über eine längere Periode hinweg mit ihr auseinandersetzen muss. Ziel sollte es sein, dass praktisch jede Schule eine Partnerschule in einem anderssprachigen Kanton hat, sagt der im Kanton Schaffhausen Austauschverantwortliche Xavier Turpain. Heute machen nur zwei Prozent der Schulkinder einen nationalen oder internationalen Sprachaustausch. Zwischen den Kantonen kommt es ausserdem zu grossen Unterschieden: Während in Schaffhausen knapp 7% an einem Austauschprogramm teilnehmen, sind es ausgerechnet im Wirtschaftskanton Zürich nur 0.5%.