Starke Schule beider Basel

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Abstimmungskampagne lanciert

Heute haben wir die Abstimmungskampagne "Nein zum Millionen-Betrug an den Volksschulen" lanciert. Am 24. September stimmen wir an der Urne ab, ob die Kantonsbeiträge von Fr. 2'500.- zum Besuch von Privatschulen gestrichen wird. Diese Sparmassnahme hat negative Auswirkungen auf unsere staatlichen Primar- und Sekundarschulen. Lesen Sie hier weiter.
 

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Leserbrief

Wunschdenken vor Rationalität

Sollen Eltern die Lehrmethode der Sekundarschule wünschen können, wie Katja Christ vorschlägt? Wahrscheinlich wären viele Eltern skeptischer gegenüber dem "selbst organisierten Lernen", das als Unterrichtsform so ganz nebenbei mit dem Lehrplan 21 eingeführt werden soll, wenn sie wüssten, dass sich die Methode in internationalen Studien mit kontrollierten Klassenvergleichen von Kirschner/Sweller/Clark bereits 2006 dem professionell angeleiteten Lernen als klar unterlegen zeigte.

Im Artikel "Why Minimal Guidance During Instruktion Does Not Work" zeigen die Forscher auf, dass junge Menschen nicht Lernbegleiter, digitale Apps und Videos, Arbeitsblätter oder Roboter brauchen, sondern die Interaktion mit lebendigen Lehrpersonen, um Dinge in ihren Zusammenhängen begreifen und im Gedächtnis speichern zu können.Warum die Schweizer Fachleute diese Forschung nicht zur Kenntnis nehmen, bleibt ein Rätsel. Wunschdenken geht wohl vor Rationalität in der Pädagogik.

Felix Schmutz, Allschwil
 
 

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Ja zu einer pädagogisch sinnvollen Stundentafel

Der Bildungsrat löst mit der neuen Stundentafel, die auf das Schuljahr 2018/19 an den Sekundarschulen eingeführt werden soll, grosse Unruhe an den Schulen und Verärgerung bei den Fachexperten aus. Mit seinem Entscheid, eine unausgereifte und pädagogisch wenig sinnvolle Stundentafel einführen zu wollen, hat er den Schulen einen „Bärendienst“ erwiesen. Die Starke Schule reagiert mit der Lancierung einer Initiative.

Das Baselbieter Stimmvolk hat sich am 5. Juni 2016 mit 61% Ja-Stimmen für die Beibehaltung der Einzelfächer Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie und Physik an den Sekundarschulen ausgesprochen. Für die konkrete Umsetzung dieses Volksentscheides kommt der Bildungsrat ins Spiel. Er ist es, der abschliessend über Stundentafeln entscheidet. In diesem Fall ist er offensichtlich nicht bereit, den Volkswillen zu akzeptieren bzw. adäquat im Sinne einer guten Bildungspolitik umzusetzen.

Bildungsrat entscheidet gegen Volkswillen

Eigenmächtig marginalisiert der Bildungsrat die erwähnten Einzelfächer entgegen der Empfehlung der Fachexperten und Lehrpersonen und hebelt damit den Volksentscheid aus. Geht es nach dem Willen des Bildungsrates, so sollen ab dem Schuljahr 2018/19 die Fächer Geografie und Geschichte mit nur noch 1.5 Lektionen pro Woche unterrichtet werden sowie Biologie, Physik und Chemie mit einer Lektion pro Woche. 1-stündige und 1.5-stündige Promotionsfächer sind aber pädagogisch unsinnig und verursachen einen hohen schuladministrativen Aufwand ohne Bildungsmehrwert. Dafür soll in der Schule neu das Fach "Ethik, Religion, Gemeinschaft", in welchem die Schüler/-innen zu "Gutmenschen" geformt werden sollen, aufgenommen werden. Unberücksichtigt bleibt auch die dringende Empfehlung der Schulen, die Stundentafel auf die drei Leistungsniveaus A, E und P der Sekundarschulen spezifisch auszurichten, um damit die Berufschancen der Schüler/-innen in den unterschiedlichen Profilen zu erhöhen.

Mindestens zwei Lektionen pro Woche
Um die Missachtung des Volkswillens und den damit verbundenen Bildungsabbau zu verhindern, lanciert die Starke Schule eine formulierte Initiative, mit welcher folgender Absatz neu im Bildungsgesetz verankert werden soll: „An den Sekundarschulen werden die Fächer Geschichte, Geografie, Physik, Chemie und Biologie, sofern sie im Schuljahr in die Stundentafel aufgenommen werden, mit mindestens 2 Lektionen pro Woche dotiert.“ Damit müsste der Bildungsrat die Stundentafel zwingend überarbeiten und die Kritik der Fachexperten und Schulen berücksichtigen. Die Unterschriftensammlung des formulierten Volksbegehrens mit dem Titel „Ja zu einer pädagogisch sinnvollen Stundentafel“ beginnt am 22. Juni 2017.

Motion Pascal Ryf
Pascal Ryf (Landrat CVP) hat eine Motion mit ähnlichem Ziel im Landrat eingereicht. Diese wurde allerdings noch nicht im Landrat behandelt. Da die neue Stundentafel ab dem Schuljahr 2018/19 eingeführt werden soll, stehen wir unter grossem zeitlichen Druck. Bei einer Motion beträgt alleine die Umsetzungsfrist 24 Monate, während eine Volksinitiative nach 18 Monaten spätestens dem Volk vorgelegt werden muss. Daher haben wir uns als Absicherung, und wegen dem grösseren politischen und medialen Druck, dafür entschieden, eine Volksinitiative zu lancieren.

Unterschriftenbogen
Den Unterschriftenbogen können Sie hier herunterladen. Wir freuen uns, wenn Sie den Bogen ausdrucken und unterschreiben. Falls Sie personifizierte Unterschriftenbogen ausgedruckt zugeschickt bekommen möchten, dann schreiben Sie uns eine Mail.

Unterstützungskomitee
Gerne können Sie auch unserem Unterstützungskomitee beitreten. Die einmalige Gebühr dafür beträgt CHF 50.-.