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Abstimmungskampagne lanciert

Heute haben wir die Abstimmungskampagne "Nein zum Millionen-Betrug an den Volksschulen" lanciert. Am 24. September stimmen wir an der Urne ab, ob die Kantonsbeiträge von Fr. 2'500.- zum Besuch von Privatschulen gestrichen wird. Diese Sparmassnahme hat negative Auswirkungen auf unsere staatlichen Primar- und Sekundarschulen. Lesen Sie hier weiter.
 

News

Leserbrief

Wunschdenken vor Rationalität

Sollen Eltern die Lehrmethode der Sekundarschule wünschen können, wie Katja Christ vorschlägt? Wahrscheinlich wären viele Eltern skeptischer gegenüber dem "selbst organisierten Lernen", das als Unterrichtsform so ganz nebenbei mit dem Lehrplan 21 eingeführt werden soll, wenn sie wüssten, dass sich die Methode in internationalen Studien mit kontrollierten Klassenvergleichen von Kirschner/Sweller/Clark bereits 2006 dem professionell angeleiteten Lernen als klar unterlegen zeigte.

Im Artikel "Why Minimal Guidance During Instruktion Does Not Work" zeigen die Forscher auf, dass junge Menschen nicht Lernbegleiter, digitale Apps und Videos, Arbeitsblätter oder Roboter brauchen, sondern die Interaktion mit lebendigen Lehrpersonen, um Dinge in ihren Zusammenhängen begreifen und im Gedächtnis speichern zu können.Warum die Schweizer Fachleute diese Forschung nicht zur Kenntnis nehmen, bleibt ein Rätsel. Wunschdenken geht wohl vor Rationalität in der Pädagogik.

Felix Schmutz, Allschwil
 
 

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Mai 04, 2017

Passepartout-Initiativen sind rechtsgültig

Der Landrat hat heute die beiden Initiativen "Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt." und "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt." einstimmig für rechtsgültig erklärt.

Die Initiative "Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt" fordert, dass auf den Englischunterricht auf der Primarstufe verzichtet wird und die Schüler/-innen dadurch entlastet werden. Wichtig ist, dass möglichst viele Schüler/-innen bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit beide Sprachen (Englisch und Französisch) lernen. Englisch ist die wesentlich einfachere Sprache. Erhalten die Schüler/-innen auf der Sekundarstufe 1 einen fundierten Englischunterricht, so reicht diese Zeit aus, um die Lernziele in Englisch zu erreichen. Französisch als deutlich schwierigere Sprache benötigt hingegen mehr Unterrichtslektionen, um die Sprache gleich gut zu beherrschen.
Die Initiative "Ausstieg auf dem Passepartout-Fremdsprachenprojekt" will erreichen, dass die Schüler/-innen einen aufbauenden Sprachunterricht mit einem alltagsgebräuchlichen Wortschatz erhalten. Diverse Umfragen (siehe z.B. hier) bei den Fachexperten zeigen deutlich, dass die Unterrichtsphilosophie der Mehrsprachigkeitsdidaktik mit dem Lehrmittel "Mille feuilles" gescheitert ist und die Kinder auch nach vier Jahren Frühfranzösisch kaum einen Satz sprechen können. Bedenklich ist, dass diese neue Ideologie bei vielen Kindern Frust und Demotivation auslöst.