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News

  • Mittwoch, Februar 13, 2019

    Veraltete Modellbeschreibung bei Lohnklasseneinteilung

    Die BKSD des Kantons Basel-Landschaft muss eine neue Lohnklasseneinteilung bei den heilpädagogisch ausgebildeten Lehrpersonen vornehmen.

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  • Dienstag, Januar 08, 2019

    Mehr Austauschprogramme in der Schweiz

    Nur zwei Prozent aller Schulkinder machen in ihrer Schulkarriere zwischen der ersten und der zwölften Klasse einen nationalen oder internationalen Sprachaustausch. Das will die nationalrätliche Bildungskommission nun ändern.

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Zu wahr um schön zu sein

    

Leserbrief

Zur Fremdsprachen-Diskussion aus Sicht einer Sek 1 Lehrerin

Als Französisch- und Englischlehrerin bin ich jeden Tag mit «Passepartout» konfrontiert. Ich kann die Primarlehrer( innen) einerseits verstehen, da sie, wie wir, während mehr als einem Jahr Weiterbildungskurse besuchen mussten, und dies ganz selbstverständlich neben dem «Alltagsgeschäft ». Am Hearing wurde auch klar, dass alle Fremdsprachenlehrer(innen), egal von welcher Stufe, einen grossen (Zusatz-)Aufwand betreiben. Dieser scheint aber nicht immer Früchte zu tragen.

Beim Check S2 beispielsweise haben wir letztes Jahr eine ganz andere Erfahrung gemacht als die Primarlehrpersonen: Meine letztjährige 8. Klasse (Niveau P) mit «Clin d’oeil» hat deutlich schlechter abgeschnitten als die 8. Klasse, die ich ein Jahr früher mit «Envol» unterrichtet hatte. Ob dies am Lehrmittel oder an der Stundenreduktion auf der Sek I liegt, weiss ich nicht.

Tatsache ist, dass von den Schülerinnen und Schülern Dinge verlangt wurden, die in «Clin d’oeil» nie geübt worden waren. Sie mussten z.B. einen Brief zum Thema «Ferien» und einen Artikel über ein Schulhausfest schreiben. Weder das Thema «Les vacances» noch «Organiser une fête» kamen in «Clin d'oeil» vor. Das Schreiben von Postkarten und Briefen wurde nie thematisiert, obwohl das im Referenzrahmen unter A1 und A2 zu finden ist.

Auch das vorgegebene Vokabular lässt meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Ein Magazine «La Musique» ohne Instrumente in der Fremdsprache zu lernen, finde ich sehr seltsam. Dasselbe beim Magazine «Fastoche» zum Thema Schule: Das «Vocabulaire de classe» beinhaltet viele umgangssprachliche Ausdrücke. Die Schülerinnen und Schüler können aber kaum die Frage beantworten: «Qu’est-ce qu’il y a dans ton étui/dans la salle de classe?». Mit viel Zusatzmaterial versuche ich, dieses Manko zu beheben.

Ob ich es lustig finde, wieder ein neues Lehrmittel zu bekommen, wenn ich dann nach drei Jahren mein Material zusammengestellt habe, weiss ich ehrlich gesagt trotzdem nicht.

Marielle Widmer, Binningen
 

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Formulierte Initiative zu Fremdsprachen-Lehrmitteln

Obwohl der Landrat unsere unformulierte Initiative zum Ausstieg aus dem Passepartout-Fremdsprachenprojekt und der Abkehr der Fremdsprachenlehrmittel Mille feuilles, Clin d'oeil und New World anfang Februar 2018 überwiesen hat, sehen die zurzeit diskutierten Umsetzungsvorschläge mau aus. Da im zu formulierenden Gesetzesparagraph, wenn möglich, ein Verbot der genannten Lehrmittel vermieden werden soll, sehen die Vorschläge von der BKSD eine Lehrmittelfreiheit vor.

Grundsätzlich würden wir eine echte Lehrmittelfreiheit begrüssen. Darunter verstehen wir jedoch, dass jede Lehrperson frei entscheiden kann, mit welchem Lehrmittel sie arbeiten möchte. Natürlich kann ein Leitlehrmittel von der BKSD (beziehungsweise dem Bildungsrat) vorgeschlagen werden, doch dürfte dieses nicht verbindlich sein, sondern lediglich ein mögliches Lehrmittel, dass zu verwenden sinnvoll wäre. Sofern jedoch eine Liste mit Lehrmitteln vorgeschlagen wird, aus welcher sich die Fremdsprachenlehrpersonen zwingend eines aussuchen müssen, ist es uns sehr wichtig, dass auf dieser Liste nicht nur Bücher draufstehen, die ganz nach den bisherigen Passepartout-Lehrmitteln kommen. Unser Wunsch und unsere Forderung sind es, dass auch international anerkannte Lehrmittel auf einer Liste stünden, damit sich auch die zahlreichen Gegner/-innen der Passepartout-Ideologie für andere Lehrmittel entscheiden könnten.

Zurzeit ist leider noch unklar, wie genau sich die Lehrmittelfreiheit ausgestalten wird. Daher haben wir uns zur Sicherheit für die Lancierung einer zweiten Initiative entschieden, die formuliert ist und in welcher wir die Abkehr der Passepartout-Lehrmittel fordern. Natürlich bestünde auch die Möglichkeit, sich zu überlegen, ob diese zweite Initiative überhaupt eingereicht werden muss, falls die BKSD und der Bildungsrat sich uns in Sachen Lehrmittelfreiheit doch noch ein gutes Stück näherkommen und den Lehrpersonen die Freiheit überlassen, ihre Lehrmittel selbst auszusuchen. Dies wird jedoch erst die Zeit ergeben.

Hier können Sie den Unterschriftenbogen mit dem Initiativtext der Initiative "Passepartout-Lehrmittel Mille feuilles, Clin d'oeil und New World durch gute Schulbücher ersetzen" herunterladen.