Starke Schule beider Basel

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Abstimmungskampagne lanciert

Heute haben wir die Abstimmungskampagne "Nein zum Millionen-Betrug an den Volksschulen" lanciert. Am 24. September stimmen wir an der Urne ab, ob die Kantonsbeiträge von Fr. 2'500.- zum Besuch von Privatschulen gestrichen wird. Diese Sparmassnahme hat negative Auswirkungen auf unsere staatlichen Primar- und Sekundarschulen. Lesen Sie hier weiter.
 

News

Leserbrief

Wunschdenken vor Rationalität

Sollen Eltern die Lehrmethode der Sekundarschule wünschen können, wie Katja Christ vorschlägt? Wahrscheinlich wären viele Eltern skeptischer gegenüber dem "selbst organisierten Lernen", das als Unterrichtsform so ganz nebenbei mit dem Lehrplan 21 eingeführt werden soll, wenn sie wüssten, dass sich die Methode in internationalen Studien mit kontrollierten Klassenvergleichen von Kirschner/Sweller/Clark bereits 2006 dem professionell angeleiteten Lernen als klar unterlegen zeigte.

Im Artikel "Why Minimal Guidance During Instruktion Does Not Work" zeigen die Forscher auf, dass junge Menschen nicht Lernbegleiter, digitale Apps und Videos, Arbeitsblätter oder Roboter brauchen, sondern die Interaktion mit lebendigen Lehrpersonen, um Dinge in ihren Zusammenhängen begreifen und im Gedächtnis speichern zu können.Warum die Schweizer Fachleute diese Forschung nicht zur Kenntnis nehmen, bleibt ein Rätsel. Wunschdenken geht wohl vor Rationalität in der Pädagogik.

Felix Schmutz, Allschwil
 
 

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Am 24. September: Nein zu Änderung des Bildungsgesetzes

Keine Spar-Experimente auf Kosten der Volksschule

Am 24. September stimmt die Baselbieter Bevölkerung über die Streichung der kantonalen Beiträge an den Besuch der Privatschulen ab. Die Annahme dieser Vorlage hätte erhebliche negative Auswirkungen auf die staatlichen Primar- und Sekundarschulen:

An den Sekundarschulen müssten zusätzliche Klassen gebildet werden: Wenn nur 400 Schüler/-innen von einer Privatschule an die Volksschule wechseln, müssen rund 20 zusätzliche Klassen gebildet werden. Die Mehrkosten betragen rund 5 Millionen Franken, die anderswo im Bildungsbereich wieder eingespart werden müssen. Selbst der Regierungsrat rechnet in seiner Vorlage mit Zusatzklassen an den Volksschulen.

Die vorgeschlagene Änderung des Bildungsgesetzes hat nichts mit Sparen zu tun: Für jedes Schulkind an einer Privatschule zahlt der Kanton bescheidene 2'500 Franken. An der Volksschule kostet ein Schüler oder eine Schülerin aber siebenmal mehr, nämlich im Durchschnitt 17'500 Franken. Mit dieser Vorlage kann also nichts gespart werden. Ganz im Gegenteil: Der Spardruck auf die Volksschulen nähme weiter zu. Und ebenso der Druck, an der Staatsschule die maximale Klassengrössen zu erhöhen.

An den Sekundarschulen müssten teure Kleinklassen geführt werden: Sekundarschüler/-innen im Niveau E oder P, die jedoch einen besonderen Betreuungsbedarf benötigen, besuchen heute oft eine Kleinklasse in einer Privatschule. Deshalb kann auf der  Sekundarstufe I im Niveau E und P auf die teuren Kleinklassen verzichtet werden. Mit der Streichung der Beiträge müsste der Kanton die Kleinklassen in allen drei Niveaus selber führen - mit nicht abschätzbaren Folgekosten. 

Deshalb bitten wir Sie:

  • Stimmen Sie Nein zur Änderung des Bildungsgesetzes betreffend Streichung der pauschalen Beiträge zum Besuch von Privatschulen
  • Verteilen Sie den Abstimmungsflyer "Nein zum Millionen-Betrug an den Volksschulen" in die Briefkästen Ihres Wohnorts.
  • Spenden Sie, in dem SIe die Kosten für die Verteilung von Flyern übernehmen.
Hier sehen Sie, in welchen Gemeinden noch Flyer verteilt werden können oder in welchen Gemeinden Sie die Verteilung finanzieren können.